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Tipp Nr.21: Fotografieren am Weihnachtsmarkt

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Es ist Weihnachten - die neue Kamera wird ausgepackt und munter drauf los geschossen. Zeit sich mal wieder ein paar Gedanken zu machen, ob ich nur die Festplatte füllen möchte, oder vielleicht doch lieber ein paar vernünftige Photos schießen will. Weihnachten ist ja angeblich die besinnliche Zeit... Also sollten wir uns auch beim photographieren besinnen und ein klein wenig nachdenken, bevor wir auf den Auslöser drücken.

 


Tipp Nr. 21: Fotografieren am Weihnachtsmarkt

Fotografieren am Weihnachtmarkt bedeutet vor allem Stimmungen einzufangen. Das ist nicht ganz einfach, mit den Tipps in diesem Artikel gelingt es aber vielleicht ein bisschen besser.

Wir betrachten zunächst ein Fallbeispiel, weiter unten kommen dann noch ein paar allgemeine Tipps.

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Meine Goldene Regel Nr. 1 lautet: Kenne Dein Motiv. Im aktuellen Beispiel kenne ich mein Motiv ganz gut: Meine Freundin vor dem riesigen Weihnachtsbaum des größten "Christkindl-Market" der USA, in Chicago. Also gehe ich soweit zurück, bis der Weihnachtsbaum ganz auf dem Bild ist uns löse aus. Super, der Weihnachtsbaum ist auf dem Bild, meine Freundin auch (da unten, der kleine schwarze Fleck), die Weihnachtsstimmung schwappt richtig über. Irgendwie fehlt da doch noch ein bisschen was... Goldene Regel Nr. 2 vielleicht? Lenke die Aufmerksamkeit auf das Motiv-

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Wenn ich nochmal genauer nachdenke, stelle ich vielleicht fest, dass mein Motiv eher meine Freundin vor dem riesigen Weihnachtsbaum sein sollte. Ist es wirklich wichtig, dass der Weihnachtsbaum komplett abgebildet ist, oder reicht vielleicht ein Ausschnitt? Was oder wen will ich denn wirklich im Bild zeigen? Wie bringe ich die Weihnachtsstimmung am besten ins Bild? Auch wenn man nur einen kleinen Ausschnitt des Baumes sieht, ist klar zu erkennen, dass es sich um einen Weihnachtsbaum handelt. Auch dass er groß ist lässt sich gut erahnen.

Eine offene Blende (kleine Blendenzahl) lässt den Hintergrund etwas unscharf werden, so dass die Aufmerksamkeit nicht durch Details des Weihnachtbaumes abgelenkt wird, ohne jedoch die Grundstimmung zu verändern. Ein leichter Aufhellblitz hätte hier vielleicht noch geholfen, das Gesicht etwas aus dem Schatten zu holen.

Eine ganz andere Möglichkeit ist natürlich der oben dargestellte "Blick in die Kugel". Durch die Krümmung der Kugel bekomme ich fast den kompletten Weihnachtsmarkt inkl. der umliegenden Häuser auf das Bild ohne dabei das Wesentliche - nämlich den Baum - komplett aus dem Blick zu verlieren.

Wer auf den Weihnachtmarkt zum Fotografieren geht sollte sich genau überlegen, wann er das tut. Ideal ist die Zeit vor Sonnenuntergang. Zum Einen ist dann in der Regel noch ausreichend Licht vorhanden, um ohne Blitz aus zu kommen, die Beleuchtung der Stände kommt aber schon zur Geltung. Zum anderen ist es meist noch nicht so voll, so dass es auch möglich ist Bilder zu schießen, ohne dass ständig Eine Mütze o.ä. vor die Linse läuft. An Wochentagen ist normalerweise ebenfalls weniger los, als am Einkaufs-Samstag.

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Es lohnt sich auf Details zu achten. Kunstvoll bemalte Schilder, die Auslagen der Stände, vieles was einem beim direkten Ansteuern des nächsten Glühweinstandes entgeht, ist ein Foto wert, das einfach nur "Weihnachten" ausdrückt. Diese Details sollte man sich im zweiten Schritt vornehmen. Die Stände sind meist gut beleuchtet, so dass es häufig auch nach Einbruch der Dunkelheit ohne Blitz geht. Eine hohe ISO-Zahl sollte aber eingestellt werden, wenn es die Kamera erlaubt. Detail-Aufnahmen erfordern, dass man nah ran kommt... Vorausgesetzt das ist möglich, hat man damit ausgeschlossen, dass die oben genannte Mütze durchs Bild läuft, Rempler sind natürlich nicht ausgeschlossen, aber ein paar Hundertstel Sekunde rempelfreie Belichtungszeit werden sich finden.

Prinzipiell gilt zu Weihnachten nichts anderes, als sonst auch: Überlege, was dein Motiv ist und rücke es ins Zentrum der Aufmerksamkeit, bevor du auslöst. In der Adventszeit will ich meistens eher Stimmungen vermitteln als reine Fakten, daher sollte ich mir mehr Gedanken machen, wie ich diese Stimmung visualisiere und weniger drauf geben, jedes Detail abzubilden.

 

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