Wörtlich aus dem griechischen übersetzt bedeutet Fotografie "Helligkeitzeichnen". Das Licht, das von einem Motiv, der Landschaft reflektiert wird zeichnet ein Bild. Moderne Kameras unterstützen diese Malerei mit vielfältigen zusätzlichen Pinseln (um bei dem Wortspiel zu bleiben), High-Tech-Farbe und intelligenter Leinwand, die Grundprinzipien sind jedoch immernoch die selben.
Während der Verschluss der Kamera geöffnet ist tritt das Licht durch die Linse (oder eine Anzahl von Linsen) in die Kamera ein. Die lichtempfindlichen Elemente des Sensors (bei Digitalkameras) bzw. Körner des Films (bei herkömmlichen analogen Kameras) nehmen dieses Licht auf und speichern es digital (auf einer Speicherkarte) oder durch die chemischen Eigenschaften des Films.
Die Lichtmenge die auf den Sensor (oder Film - die Begriffe werden im folgenden synonym verwendet) trifft, entscheidet über die Helligkeit des entstehenden Bildes. Bei der richtigen Lichtmenge werden die Farben annähernd so wieder gegeben, wie sie auch das menschliche Auge wahrnimmt. Ist die Lichtmenge zu groß, ist das Bild überbelichtet, bei zuwenig Licht unterbelichtet.
Die einfallende Lichtmenge wird durch die Belichtungszeit und die Blende beeinflusst. Die Blende ist eine Vorrichtung im Objektiv, die Blendenöffnung bestimmt die Größe des "Loches" durch das Licht in die Kamera eindringt. Durch die Belichtungszeit wird die Dauer festgelegt für die Licht in die Kamera kommt. Es ist also nahe liegend, dass unterschiedliche Kombinationen aus Blendenöffnung und Belichtungszeit die selbe Lichtmenge durch lassen, so kann z.B. eine Aufnahme mit kleiner Blendenöffnung und langer Belichtungszeit die gleiche Lichtmenge durchlassen wie eine Aufnahme mit großer Blendenöffnung und kurzer Belichtungszeit. Das Ergebnis wird trotzdem nicht das Selbe sein, aber dazu mehr in anderen Artikeln.
In der Regel hat die Kamera einen Automatikmodus, in dem sie die richtige Kombination aus Blende und Belichtungszeit automatisch auswählt. Spiegelreflexkameras, aber auch höherklassige Kompaktkameras lassen häufig auch eine manuelle und/oder teilautomatische Einstellung von Belichtungszeit und Blende zu. Bei der sogenannten Zeitautomatik wird die Blende manuell gewählt und die Kamera bestimmt die korrekte Belichtungszeit, bei der Blendenautomatik ist entsprechend die Belichtungszeit manuell einzustellen, die Kamera bestimmt die zugehörige Blende.
Auch Motivprogramme, die die meisten Kameras mitbringen sind nichts anderes als automatische Einstellungen von Belichtungszeit und Blende. Dabei wählt die Kamera Einstellungen, die für bestimmte Situationen typisch sind, beim Sportprogramm z.B. kurze Verschlusszeiten um schnelle Bewegungen einzufangen, bei Landschaften eine kleine Blendenöffnung um große Schärfentiefe zu erreichen.
Das Objektiv, also die Ansammlung von Linsen, die das Licht bündelt und auf den Film fokussiert ist zu einem entscheidenden Teil für die Bildqualität verantwortlich. Bei Kompaktkameras ist das Objektiv fest in die Kamera integriert, bei Spiegelreflexkameras können die Objektive gewechselt werden.
Objektive haben unterschiedliche Brennweiten (das ist technisch gesehen, der Abstand zwischen Linse und Sensor). Die Brennweite äußert sich in erster Linie im Blickwinkel den ein Kamera auf die Landschaft hat. Weitwinkel-Objektive (Objektive mit kurzer Brennweite) haben einen großen Blickwinkel, und können dadurch eine breitere Szenerie einfangen. Teleobjektive (lange Brennweite) haben einen kleinen Blickwinkel, können dadurch weniger Szenerie einfangen, dies erscheint jedoch wesentlich größer (und damit näher). Zoomobjektive haben variable Brennweiten und können dadurch u.U. sowohl Weitwinkel- als auch Teleobjektiv-Brennweiten abdecken.
Im nachfolgenden Bild ist dies schematisch dargestellt, kurze Brennweiten mit großem Blickwinkel, lange Brennweiten mit engem Blickwinkel.

Viele Digitalkameras unterscheiden zwischen optischem Zoom (das ist die oben beschriebene auf unterschiedlich gekrümmten Linsen basierende Möglichkeit die Brennweite des Objektivs zu beeinflussen) und einem Digitalzoom. Der Digitalzoom ist im Grunde nur eine intelligente Form der Ausschnittsvergrößerung. Beim Digitalzoom wird (bei gleicher Brennweite) nur ein Teil des eigentlichen Bildes gespeichert und durch die Kameraelektronik auf die tatsächliche Auflösung der Kamera hochgerechnet, was in der Regel mit Qualitätseinbußen verbunden ist.
Wenn Du diese Grundlagen verstanden hast wird es Dir viel leichter fallen die Wirkung deiner Bilder so zu beeinflussen, dass aus guten Bildern hervorragende Bilder werden.
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