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Tipp Nr.11: Stelle Deine Kamera richtig ein

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Digitalkameras haben - meist im Menu gesteuert - ein Fülle von Einstellmöglichkeiten, die es dem Anwender ermöglichen, ein Fülle von Parametern einzustellen, die beeinflussen, wie das gerade geschossene Foto auf den Speicherchip gebügelt wird. Das geht vom Speicherformat über die Auflösung bis zu Parametern, wie Schärfe, Kontrast, Farbsättigung und Rauschunterdrückung, da kann man schonmal den Überblick verlieren... Dieser Artikel versucht den Überblick wieder herzustellen.


Tipp Nr.11: Stelle Deine Kamera richtig ein

Meiner Meinung nach sollte man an diesen ganzen Parametern nicht viel schrauben. Alles was man der Kamera überlässt ist unwiederbringlich verloren und im Nachhinein nicht mehr rückgängig zu machen. Alles was die Kamera in diesem Bereich kann, können auch irgendwelche Computerprogramme meistens deutlich besser und flexibler. Jede Bild-Information, die beim speichern verloren geht, steht aber für die Nachbearbeitung am Computer nicht mehr zur Verfügung, daher meine Empfehlung:


Die Kamera-Einstellungen sollten so neutral sein, wie möglich

Fangen wir mal an. Viele Kameras erlauben es, verschiedene Speicherformate einzustellen, i.d.R. JPG/JPEG (ein sogenanntes verlustbehaftetes Komprimierungsverfahren, d.h. beim komprimieren gehen Informationen verloren) und ein verlustfreies Verfahren (wie TIF oder besser RAW). Manche Kameras (z.B. die digitalen EOS Modelle von Canon) machen beides gleichzeitig. Die JPGs sind dann zum schnellen zeigen da, für die Nachbearbeitung dient das TIF/RAW, weil hier wirklich noch alle Bildinformationen enthalten sind, wie sie mal auf dem Sensor gelandet sind. Mein Tipp also:


Speichere - wenn es die Kamera zulässt - als komprimierte Version und die Originaldaten

Unterstützt deine Kamera dies nicht speichere die Originaldaten!

Speicherkarten sind heutzutage so billig, dass der erhöhte Speicherbedarf nicht mehr wirklich ins Gewicht fällt.

Die meisten Kameras ermöglichen es die Bildqualität einzustellen. Die oben beschriebene JPG-Komprimierung kann in unterschiedlichen Qualitätsleveln durchgeführt werden, genau dies macht die Kamera hier. Wenn Du also eine niedrigere Qualität einstellst, werden die Bilder stärker komprimiert und verbrauchen dadurch weniger Speicherplatz, der Informationsverlust ist aber auch größer, die Konsequenz:


Stelle bei Deiner Kamera immer die höhste Qualitätsstufe ein

Häufig gibt es nun noch weitere Parameter, die z.B. behaupten, die Schärfe, den Kontrast oder die Farbsättigung zu verbessern, das Rauschen zu unterdrücken o.ä. Was diese Einstellungen tatsächlich machen, ist dass ein Algorithmus über die Bilddaten läuft und etwaige Abweichungen von gewissen Normen "korrigiert". Dies kann in vielen Fällen gut sein in vielen Fällen aber auch eher daneben liegen. Sind diese bearbeiteten Daten aber erst mal auf dem Chip, lässt sich das schwer oder garnicht rückgängig machen. Du kannst ja mal folgendes machen: Viele Grafik-Programme haben eine "automatische Fotoverbesserung", die letztendlich genau das selbe macht, wie eine Kamera mit obigen Einstellungen. Häufig wird das Grafik-Programm ein ordentliches oder besseres Ergebnis erzielen, als das Originalfoto, häufig wird es aber auch total daneben liegen. Der Vorteil beim Grafik-Programm ist nun, dass ich zum einen die Änderungen rückgängig machen kann, zum anderen, dass ich (z.B. über einen Wizard oder ganz manuell) die Bildkorrektur selbst steuern kann und damit bewusst einen bestimmten Effekt erzielen kann. Hier der Tipp also:


Schalte alle Bildverbesserungen die die Kamera anbietet ab (bzw. auf 0)

Das Fazit klingt ähnlich, wie die Einleitung: Alles was die Kamera kann, kann auch ein PC (oder Mac), aber die Kamera kann nicht alles, was PC oder Mac können. Voraussetzung ist natürlich, dass qualitativ hochwertige Daten vorliegen.

 

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