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Home TEB Fototipps Tipp Nr.12: Beachte die Megapixel-Zahl Deiner Kamera nicht zu sehr

Tipp Nr.12: Beachte die Megapixel-Zahl Deiner Kamera nicht zu sehr

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Jahr für Jahr gibt es mehr Megapixel für weniger Geld in immer kleineren Kameras... Dem Laien gefällt das, weil es scheinbar mehr Bild für weniger Geld gibt, dem Informierten Knipser gefällt es auch... weil dadurch die richtig guten aber älteren Kameras mit weniger Megapixels in vernünftige Preisregionen absinken und es dadurch tatsächlich mehr Bild für weniger Geld gibt.


Tipp Nr.12: Beachte die Megapixel-Zahl Deiner Kamera nicht zu sehr

Es wurde schon viel zum Thema Megapixel geschrieben und grundsätzlich ist erstmal gegen viele Megapixel nichts einzuwenden. Viele Megapixel haben im wesentlichen zwei Vorteile:

  • ich kann größere Bilder drucken (lassen), bei modernen 10-12 MP Kameras ist da durchaus eine Tapete möglich, ohne dass ich einzelne Pixel erkennen kann.
  • ich habe bessere Möglichkeiten Ausschnittvergrösserungen zu machen (die ich dann immernoch im Posterformat drucken kann)

Alleine nur mehr Megapixel heisst aber auch:

  • Ich bekomme weniger Bilder auf eine Speicherkarte
  • Der Speichervorgang dauert länger (vor allem bei Serienaufnahmen relevant)

Mal kurz zwei grobe Daumenwerte:

  • 2-3 MP reichen für einen normalen Foto-Abzug (10*15 oder 9*13cm)
  • 6 MP reichen für ein Poster (A3)

Nun aber zum eigentlichen Übel moderner (Billig-)Kameras. Neben der zunehmenden Megapixelzahlen werden Kameras auch immer kleiner. Platz (und im übrigen auch Kosten) lassen sich u.a. beim Sensor sparen (also dem, was früher der Film war). Wenn man nun aber mehr einzelne Pixel (Bildpunkte) auf immer kleinere Sensoren packt, heißt das logischerweise, dass jeder einzelne Bildpunkt kleiner wird und - gleiche Belichtungszeit und Blende vorausgesetzt - folglich weniger Licht abkriegt. Weniger Licht heißt aber, dass - um ein richtig belichtetes Bild zu bekommen - das Licht elektronisch verstärkt werden muss und dies führt widerum zum sogenannten Bildrauschen. Diesem Bildrauschen begegnen die Kamerarhersteller mit ausgeklügelten Algorhythmen, die leider die Detailtreue verringern, anders gesagt die Bildqualität verschlechtern.

Zudem machen es diese kleinen Sensoren quasi unmöglich mit Tiefenschärfe (bzw. Unschärfe) zu arbeiten, aber mehr dazu ein anderes Mal.

Entscheidend beim Kamerakauf sollte also weniger die Megapixelzahl sein, sondern eher die Sensorgröße und ein hochwertiges Objektiv. Am Ende sollte man nicht vergessen, was tatsächlich entscheidend für die Qualität eines Bildes ist: Die Fähigkeiten und Kreativität des Fotografen.

 

 

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