Prinzipiell sind zwei Techniken des Autofokus verbreitet, was aber letztendlich für das Ergebnis keine Auswirkungen hat. Die der manuellen Fokussierung am nähsten kommende Methode verwendet zwei Sensoren, die das (aus unterschiedlichen Blickwinkeln) ankommende Licht des selben Objektes vergleicht und solange elektronisch das Objektiv verstellt, bis es passt. Die bei den meisten preiswerteren Kameras übliche Technik des Autofokus nimmt eine Entfernungsmessung (z.B. mit Infrarot) durch und stellt dann das Objektiv entsprechend ein.
Häufig haben Autofokus-Kameras mehrere Messfelder, d.h. es werden nicht nur Objekte in der Bildmitte scharf gestellt, sondern es können auch Objekte in anderen Bildbereichen erfasst werden. Auch dies kann wieder in mehreren Varianten erfolgen. In der ersten Variante des Autofokus mit mehreren Messfeldern, sind alle Felder aktiv Da es nicht möglich ist Objekte die sich in unterschiedlichen Entfernungen befinden gleichzeitig zu fokussieren, wird sich die in der Kamera eingebaute Logik auf einen oder wenige Punkte konzentrieren und den auswählen, der am sinnvollsten erscheint. In der Regel der, der am nähsten liegt. Bei der zweiten Variante gibt der Fotograf vor, welcher Punkt zur Messung verwendet wird. Dadurch kann man z.B. ein Objekt, das sich in der rechten Bildhälfte befindet sauber fokussieren. Es gibt unterschiedliche Varianten von Messungen. Manche Kameras haben 5, andere 9 oder 12 Messpunkte.
Schwierig wird es unter Umständen für den Autofokus bei ungünstigen Lichtverhältnissen (insbesondere wenn es sehr dunkel ist) oder wenn das zu fokussierende Objekt sehr nah ist. Dann freut sich der Fotograf, wenn er seine Kamera bzw. das Objektiv auf manuelle Fokussierung umschalten kann (und diese auch beherrscht).
Manche Kameras haben einen speziellen Autofokus-Modus für bewegte Objekte, dieser behält ein einmal fokussiertes Objekt "im Auge" und fokussiert laufend nach, wenn das Objekt sich bewegt. Dies kann vor allem bei der Actionfotografie hilfreich sein.
In der Praxis
In den allermeisten Fällen ist der Autofokus sehr sinnvoll und ermöglicht präzises und vor allem schnelles fokussieren. Ich persönlich habe den Autofokus grundsätzlich auf mittiger Einfeldmessung eingestellt, da mit dieser Einstellung die allermeisten Motive schnell erfasst werden können.
Alle Autofokus-Kameras haben einen Schärfespeicher, typischerweise bei halb durchgedrücktem Auslöser wird fokussiert und - bis der Auslöser ganz durchgedrückt wird - die Einstellung gespeichert, dadurch kann man ein Objekt fokussieren, die Kamera erst dann in die richtige Position bringen und dann auslösen.
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