Blitzen wird oft verteufelt und man liest häufig dass man den Blitz generell vermeiden sollte. Dem kann ich nicht zustimmen. Ein gut eingesetzter Blitz (z.B. als Aufhellblitz - mehr dazu an anderer Stelle) kann die Bildwirkung enorm erhöhen und natürlich gibt es Situationen in denen es einfach zu dunkel ist und das verfügbare Licht nicht ausreicht um ein korrekt belichtetes, nicht verwackeltes Bild hin zu bekommen. In diesen Situationen empfiehlt es sich indirekt zu blitzen (wenn es die Kamera zulässt).
Ich möchte das Ganze anhand eines kleinen Experiments mit weißem Papier, einem Apfel und einem Blitzgerät erläutern.
Der Aufbau ist einfach, man nehme ein weißes Blatt Papier (möglichst kein stark reflektierendes) lege einen Apfel darauf und biege das Papier hinten nach oben. Abstützen kann man es mit irgendeiner Kiste o.ä. Wichtig ist nur, dass es einen Hintergrund für den Apfel gibt. Wenn man nun die Kamera nimmt und frontal - mit (z.B. dem eingebauten) Blitz - drauf hält, bekommt man folgendes:
Wenn man sich nun vorstellt, dass dies kein Apfel sondern der Kopf der besten Freundin ist, kann man sich denken, warum die meisten Party-Fotos nicht so wirklich toll werden. Das Bild wirkt flach, ein harter Schatten erscheint an der Rückwand, die Vorderseite reflektiert ... Nun das Ganze noch einmal. Selber Versuchsaufbau, aber mit einem kleinen Unterschied: Diesmal wurde ein externer Blitz verwendet, denn man nicht direkt auf den Apfel richtet, sondern z.B. an die (weiße) Decke. Macht deutlich mehr her, oder? Der Apfel wirk plastischer, die Schatten sind nicht so hart und es gibt keine Reflektionen.Für Porträts ist diese Technik aber dann doch nicht zu empfehlen... gibt fiese Augenringe, wenn das Licht von oben kommt. Aber eine weiße Wand als Reflektor für das indirekte Blitzen - wodurch das Objet von der Seite bestrahlt wird - tut's auch.
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